1920 - 1958

Führungswechsel
Nach dem Tod von Hermann Edmund Oederlin 1920 übernimmt sein Sohn Edmund Karl Oederlin (1892–1986) seine Nachfolge. Von einer Studienreise aus Amerika zurückgekehrt, führte er neue Giessverfahren in die Fabrikation ein.

  

Wohlfahrt und Soziales
Der 1929 gegründeten Angestellten-Pensionskasse wurde 1943 die paritätische Arbeiterpensionskasse beigefügt. Die im selben Jahr ins Leben gerufene Wohlfahrtsstiftung und der Erwerb des Gasthauses Goldwand diente der 1958 auf beinahe 1000 Personen angewachsenen Belegschaft als Wohlfahrtshaus.

  

Kriegsjahre
Der Einfluss des Zweiten Weltkrieges auf die Schweiz und damit auch auf die Oederlin war ernorm. Der Aktivdienst, die Orts- und die Werkwehr banden wertvolle Arbeitskräfte. Der Mangel an Rohstoffen erzwang die Einstellung wichtiger Produktionen. Die Rüstung verlangte weitgehende Umstellungen der Abläufe und zwang die Firma unter strenge Kontrolle.

  

Werbung und Verkauf
Immer mehr Produkte verlangten Modifikationen der Kataloge und Werbebroschüren. Mit Ausstellungen für den Zeitgeist typischer Grafik, Werbefilmen und einem ausgeklügelten Verkaufssystem versuchte Oederlin in den Jahren härter werdender Konkurrenz, sich beim Kunden zu behaupten.

  

Technologiewettlauf
Innovationen in der Verfahrenstechnik stellten grosse Anforderungen an die Wandlungsfähigkeit des Unternehmens: Auf die Elektrogiesserei 1921 folgten 1933 der Aluminiumguss, 1934 das Vergiessen von Chromnickelstahl und die Warmpresserei, 1937 die Patentierung von Schleuderguss und 1955 die Verarbeitung von Kunststoffen.

  

100 Jahre
Nach 100 Jahren war Oederlin zu einem stattlichen metallverarbeitenden Unternehmen geworden, das nicht nur Armaturen herstellte, sondern auch Komponenten zu Luftfahrt, Eisenbahn, Stromerzeugung, Heizung und Sanitär lieferte. Mit einem grossen Fest, einem Buch und einem heute noch attraktiven Film feierte Oederlin sein 100-jähriges Bestehen.