1970 - 1989

Umgestaltung
Schon am Ende der sechziger Jahre zeichnete sich ein Rentabilitätseinbruch im Armaturengeschäft ab. Um das Unternehmen zu sichern, leitete die Geschäftsführung Auslagerungen, Joint Ventures und Verkäufe einzelner Produktionsbereiche ein. 20 Jahre dauerte dieser schwierige Prozess, aus dem die Oederlin Giesserei AG und die Oederlin AG als Immobiliengesellschaft hervorgingen.

  

Abschied
1970 steckte die Armaturenindustrie in einer schweren Krise. Thomas Pfau gründete das Armaturenwerk Wettingen als selbständigen Betrieb. Der Absatz erholte sich vorübergehend, brach aber Mitte der siebziger Jahre wieder ein. 1975 wird das AWW wieder ins Stammhaus integriert. Schrittweise trennte sich Oederlin nun von Teilbereichen wie Leichtmetall-Giesserei, Lötfitting und Warmpresserei. Als 1988 das Armaturengeschäft an die EGRO AG überging, blieb einzig die traditionsreiche Giesserei als Produktionsstätte erhalten.

  

Planungen
Ab 1973 plante die Firmenleitung die Verlegung der Produktion auf ein Industrieterrain in Untersiggenthal. Einige Studien und Planungen, die sich mit der Umgestaltung des frei werdenden Areals in eine Wohn- und Gewerbezone beschäftigten, wurden erstellt. Der 1989 bewilligte Gestaltungsplan «Wohnüberbauung Goldwand» sah eine komplette Neuüberbauung des Südareals vor.

  

Neue Geschäftsleitung
Edmund Karl Oederlin tritt 1973 nach 53 Dienstjahren als Verwaltungsratspräsident zurück und bestimmt Alex Pfau zum Nachfolger. Guido Schmid, seit 1966 Finanzchef der Firma, wird 1985 Hauptaktionär der Oederlin Giesserei AG. Alex Pfau übergibt 1986 die Geschäftsleitung an Guido Schmid und 1989 das Verwaltungsratspräsidium an seinen Bruder Thomas Pfau.