1896 - 1920

Jahrhundertwende
Zwischen den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts und dem Ende des Ersten Weltkrieges machte E. Oederlin & Cie. den Sprung zur Grossfirma mit über 400 Arbeitern. Die baulichen Anpassungen jener Jahre verliehen dem Fabrikareal sein bis heute gültiges Erscheinungsbild.

  

Ausbau und Spannungen
Der Erfolg der 1891 gegründeten benachbarten Brown, Boveri & Cie. brachte Oederlin grosse Bestellungen an Gussteilen. Zwischen 1892 und 1906 wurden grosse Fabrikhallen für die Giesserei, Gussputzerei und die Dreherei errichtet. Periodische Schwankungen der Konjunktur und das erstarkende Klassenbewusstsein der Arbeiterschaft führten 1908 zu einem dreiwöchigen Streik, der ergebnislos abgebrochen wurde.

  

Direktion
Das Wohnhaus der Direktionsfamilie Oederlin-Roth, die Villa Müsegg, wurde 1904 zur Jugendstilvilla umgebaut. Hermann Edmund Oederlin und die Geschäftsleitung wandelten 1918 das Unternehmen zur Aktiengesellschaft mit einem Eigenkapital von 1,5 Millionen Franken um.

  

Elektrizität
Der Ausbau eines eigenen Kraftwerkes 1896 und die damit eingeführte Elektrifizierung der Fabrikation führte zu einer enormen Produktionssteigerung. Die ursprünglich erstellte Anlage ist heute noch zu besichtigen. Eine 1925 zusätzlich eingebaute Turbinenanlage produziert seit 1944 – nach 25 Jahren Stillstand – wieder Strom.