1858 - 1879

Beschluss des Regierungsrates des Kantons Aargau vom 4. Oktober 1858
«Es wird hiermit dem Herrn Karl Oederlin von Baden bewilligt, auf Grundlage der von Ihm eingeleiteten und von der Staatsbaubehörde verifizierten Pläne auf dem Ihm angehörigen Gut «Müsegg» in Rieden eine mechanische Werkstatt zu errichten und dieselbe durch das Wasserrad der Limmat mittels zweier Wasserräder beleben zu lassen.»

 

Die Gründer
Die Gebrüder Karl Joseph (1825–1902) und Friedrich Traugott (1836–1929), Söhne des in Baden ansässigen Eisenwarenhändlers Johann Franz Joseph Oederlin (1792–1856), gründeten 1858 zum Zweck der Eigenproduktion von Metallwaren (Bügeleisen, Öllampen, Töpfe etc.) eine Fabrik auf dem Gelände der Müsegg.

  

Die Fabrik
Das ehemalige Rebhaus wurde zum ersten Fabrikgebäude der jungen Firma. Am Limmatufer, auf dem Gebiet der Gemeinde Obersiggenthal, entstand eine Fabrikanlage mit transmissionsgetriebenen Maschinen. Der Gasthof Goldwand wurde 1864 dazu gekauft und diente der Familie von Karl Joseph Oederlin als Wohnhaus.

  

Die Energie
Die Nutzung der Wasserkraft ermöglichte der aufkommenden Industrie des 1. Jahrhunderts die rationelle und kosteneffiziente Massenproduktion. Oederlin besass zwei auf einer Achse geführte Wasserräder. Trotz oder gerade wegen dieser Technologie wuchs die Belegschaft schnell von 40 auf 130 Arbeiter an.